Archiv für Mai 2009

Silvana Koch-Mehrin (FDP) und die Glühbirnen

Mittwoch, 27. Mai 2009

Zitat aus dem Kölner Express vom 26.05.2009:

Das Verbot von Glühbirnen ist Irrsinn. Ich habe vergebens für die Glühbirne gekämpft.

Was will uns Silvana Koch-Mehrin (FDP) damit sagen? Dass sie für jeden blanken Unsinn zu haben ist? Dass sie prinzipiell nur für sinnlose Dinge kämpft, bei denen das Scheitern vorprogrammiert ist? Oder dass sie trotz Glühbirnen im Dunkeln tappt?

FDP – Ihre Spasspartei :lol:

Silvana Koch-Mehrin: FDP und INSM – eine Lobbyistin für Europa?

Freitag, 22. Mai 2009

Derzeit hängen für die Europawahl überall die Wahlplakate herum, unter anderen für die FDP-Politikern Silvana Koch-Mehrin. Doch Silvana Koch-Mehrin ist nicht nur Mitglied der FDP, sondern auch Botschafterin der von Gesamtmetall finanzierten Lobbyistentruppe Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und Mitglied des Fördervereins der INSM. Was für eine Politik von solch einer Person zu erwarten ist, sollte klar sein: ein Europa von Kapital und Konzernen anstatt ein Europa der Menschen. Entsprechend sollte die Wahlentscheidung zur Europawahl ganz klar gegendie FDP fallen.

Die FDP und der Neoliberalismus

Donnerstag, 21. Mai 2009

Für die weitere Entwicklung war das sog. Lambsdorff-Papier vom 9. September 1982 bedeutsam, dessen Forderungen nach spürbarer Verbesserung der Kapitalerträge und einer “Verbilligung des Faktors Arbeit” durch Senkung der Sozialleistungsquote vor 25 Jahren zum Bruch der sozial-liberalen Koalition führten. Die nachträgliche Lektüre des Memorandums lässt erkennen, dass es sich um das offizielle Drehbuch für die Wirtschafts- und Sozialpolitik bis heute handelte und der “Marktgraf” ein wichtiger Wegbereiter der neoliberalen Hegemonie war. So sehr entsprechen zahlreiche Maßnahmen, die seither ergriffen wurden, dem dort niedergelegten Handlungskatalog: Von einer zeitlichen Begrenzung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes auf zwölf Monate über die Einführung eines “demografischen Faktors” zur Beschränkung der Rentenhöhe (“Berücksichtigung des steigenden Rentneranteils in der Rentenformel”) bis zur stärkeren Selbstbeteiligung im Gesundheitswesen listete das Lambsdorff-Papier fast alle “sozialen Grausamkeiten” auf, welche die folgenden Bundesregierungen bis heute verwirklichten.

Querkopf, Mai 2009

PS: Mit dem Namensgeber des Lambsdorff-Papiers ist selbstredend Otto Friedrich Wilhelm von der Wenge Graf Lambsdorff gemeint, bekannt als Otto Graf Lambsdorff, von 1977 bis 1984 Bundesminister für Wirtschaft sowie 1988 bis 1993 Bundesvorsitzender der FDP. Es wäre mehr als naiv anzunehmen, dass nach dem Abtritt von Lambsdorff auf einmal sozial eingestellte und menschenfreundliche Nachfolger erschienen seien und das Lambsdorff-Papier verworfen hätten. Ich gehe davon vielmehr aus, dass die FDP bis heute noch an den Inhalten des Lambsdorff-Papiers plus x festhält. Großkapital und Spekulanten, ein Teil der üblichen FDP-Klientel, würden eben FDP wählen – aber kein vernünftiger Mensch mit Verstand und Anstand, der sich über die Menschen, unsere Gesellschaft und vor allem deren Zukunft Gedanken macht.

Zitat des Tages

Montag, 18. Mai 2009

Hohe Einkommen und Vermögen zu entlasten, ist wirklich fatal. Die Schweiz als “wirtschaftsstark” zu bezeichnen, ist so deppert, das man nach dem Rohrstock schreien möchte. Die FDP träumt noch immer von einer Welt voller Banken und ohne Produktion und glaubt, das sei dann “wirtschaftsstark”.

Feynsinn – Der liberal existierende Kommunismus

Das Wahlprogramm der FDP: Leistung muss sich wieder lohnen – zumindest für Besserverdiener, Spekulanten und vermögende Privatiers

Montag, 18. Mai 2009

Die NachDenkSeiten analysieren das Wahlprogramm der FDP samt der neoliberalen Phrasendrescherei und dem typischen Neosprech dieser Kreise: Es gibt keine Finanz- und Wirtschaftskrise, der Staat ist immer böse, aber der Markt voll super und Freiheit für alle, die sie sich kaufen können. Noch mehr Umverteilung von unten nach oben über die unterschiedlichsten Wege darf in dem Programm natürlich auch nicht fehlen. Wer da noch FDP wählt, kann wirklich nur noch als hirntot bezeichnet werden.